Gedanken zum Advent

 

Jetzt ist wieder die dunkle Jahreszeit. So Mancher geht aus dem Haus wenn es noch finster ist und kommt erst wieder nach Hause, wenn es schon wieder dunkel ist.
Das ist nicht gerade die Jahreszeit, die uns gut gefällt. Da kann man schon mal depressiv werden.
Aber die gute Nachricht ist: Es dauert nicht mehr lange, dann ist Weihnachten. Die Adventszeit ist die Zeit, in der wir Lichter anzünden und es uns zu Hause gemütlich machen. Das lässt uns die Dunkelheit leichter ertragen.

Doch Advent und Weihnachten ist noch so viel mehr als Gemütlichkeit und Kerzen.
Eigentlich ist Weihnachten ein geniales Geschenk an uns Menschen, von dem wir unser ganzes Leben lang profitieren können wenn wir es denn mögen.
In der Bibel heißt es in Jesaja 9 (1-6):

1 Das Volk, das im Finstern lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind.
2 Du, Herr … schenkst ihnen überströmende Freude…
5 Denn uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn „Wunderbarer Ratgeber“, „Starker Gott“, „Ewiger Vater“, „Friedensfürst“.
6 Er wird seine Herrschaft weit ausdehnen und dauerhaften Frieden bringen. …

Gott schenkt uns (gerade in dieser dunklen Zeit) seinen Sohn Jesus. Und er kündigt ihn im alten Testament an.
Wenn ein Kind geboren wird, das ist immer Grund zur Freude. Wer das selbst erlebt hat, kann diese überströmende Freude nachfühlen.

Und so ein Kind bekommt einen Namen. Manchmal auch mehrere. Namen haben sehr oft etwas mit dem zu tun, was wir diesem Kind wünschen. Namen haben Bedeutungen.
Wir wünschen unseren Kindern eine gute Zukunft.

Bei diesem Weihnachtskind wird die Zukunft schon sehr genau voraus gesagt, das spiegeln auch die Namen wieder, die es bekommt.
Und an dieser Stelle wird es für uns interessant:
Dieses Kind, heißt es, ist extra für uns geboren worden. Es ist ein mächtiger Herrscher, der die Welt regieren wird. (Einer, der keine schwierige Koalition bilden muss um regieren zu können.) Ich glaube, dass seine Herrschaft auch eher erst mal in unseren Herzen beginnt, denn er heißt mit erstem Namen:

Wunderbarer Ratgeber.

Jede junge Mutter bekommt heute hunderte von Ratschlägen. Da sind die von den besser wissenden Mitmenschen, die uns so nerven, die oftmals eher Schlag denn Rat sind.
Es gibt auch die, die uns Hebamme, Stillberaterin, Kinderärzte und Krankenschwestern geben. Da kann man schon mal annehmen, dass diese Leute Ahnung von dem haben, was sie behaupten, aber ob das immer für jeden so passt?
Und dann kann man sich im Internet kundig machen. Das hilft auch oft, aber manchmal brummt einem dann erst Recht der Schädel. Mancher Rat passt einfach nicht zu mir. Mancher Ratgeber hat oft eher sein eigenes Wohlbefinden im Sinn als das meines Kindes und meiner Familie.
Wie gut, zu hören, dass es da einen wunderbaren Ratgeber gibt. Er ist perfekt, denn er hat sich sowohl mich als auch mein Kind ausgedacht. Er hat uns geschaffen und weiß ganz genau, was wir brauchen. Er hat es auch nicht nötig, uns in irgend eine Richtung zu beeinflussen. Da steht er drüber. Seine Welt funktioniert, egal wie wir uns entscheiden und verhalten. Denn er heißt auch:

Starker Gott.

Er manipuliert uns nicht. Er lässt uns die absolute Freiheit, seinen Rat einzuholen und zu befolgen oder nicht.
Seine Welt funktioniert, egal wie wir uns verhalten.
Er ist stärker als wir. Er kann und wird uns auch helfen, wenn wir eine falsche Entscheidung getroffen haben, denn er heißt auch

Ewiger Vater.

Er ist ein perfekter Vater, einer, der sein Kind liebt und nur das Beste für sein Kind will und tut. Ihm geht das Herz auf vor Liebe, wenn er seine Kinder sieht.
Unsere leiblichen Väter können uns nur so lange prägen und beschützen wie wir Kinder sind, irgendwann ist dann der Zug abgefahren und wir müssen mit dem leben, was sie in uns als Kinder hinein gefüllt haben.
Aber er ist ein ewiger Vater, bei ihm darf ich mich auch noch als Oma wie ein Kind anlehnen und trösten lassen.

Und sein vierter Name ist:

Friedensfürst.

Ein Fürst ist einer, der Macht besitzt, ein Starker. Er nutzt diese Stärke aber zu unserem Wohlergehen. Er will uns Frieden geben. Und den zuerst einmal in unsere Herzen. Das ist eigentlich das, wonach wir uns sehnen: Mit uns selbst im Reinen sein, Frieden im Herz zu tragen und sich nicht ständig sorgen zu müssen.
Wenn das nicht ein Geschenk ist!
Aber er drängelt sich uns nicht auf. Wir dürfen dieses Geschenk für uns in Anspruch nehmen oder auch nicht. Das ist allein unsere Entscheidung.

Ich wünsche jedem von euch, dass ihr in diesem Jahr etwas von dieser Weihnachtsfreude spüren könnt, probiert es aus und fragt diesen wunderbaren Ratgeber um Rat wenn ihr wirklich guten Rat braucht. Seid geborgen im Schutz dieses starken Gottes und geborgen in der Liebe des ewigen Vaters. Und ich wünsche Euch, dass der tiefe Friede dieses Fürsten in euer Herz einzieht und ihr auf diese Weise reich gesegnet werdet.

Eure Mechthild