Ein Loblied auf die tatkräftige Frau

 

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In der Bibel finden wir eine Menge Lebensweisheiten. Besonders im Buch der Sprüche. Da gibt es ein Kapitel, in dem wir Frauen ganz besonders lobend erwähnt werden. Wir finden es in Sprüche 31:

Und wer meint, das wäre heute nicht mehr aktuell, den will ich hier eines Besseren belehren. Seht selbst, ob ihr euch nicht in so mancher Aussage wieder findet. Da steht:

10 Eine tüchtige Frau – wer findet sie schon? Sie ist wertvoller als viele Juwelen! –> Welch ein Lob! Das gilt uns!!!
11 Ihr Mann kann sich auf sie verlassen, sie bewahrt und vergrößert seinen Besitz. –> Die Beiden arbeiten zusammen am gleichen Projekt, nicht gegeneinander.
12 Ihr Leben lang tut sie ihm Gutes, niemals fügt sie ihm Leid zu. –> sie ist darauf bedacht, ihm gut zu tun, nicht darauf, ihn zu übertreffen, auszustechen, besser zu sein. Vielleicht ist sie gar damit beschäftigt, ihn groß zu machen? Ihm den Rücken frei zu halten?
13 Sie besorgt sich Wolle und Flachs und verarbeitet es mit geschickten Händen. –> sie ist kreativ. Sie „erschafft“ Dinge. Ob das nun selbst gestrickte Socken sind oder schöne Blumen-Arrangements oder ein adventlich geschmücktes Haus. Sie ist schöpferisch tätig. Das kann durchaus auch beinhalten, dass diese Frau „nebenher“ auf Arbeit geht und dort irgendwelche Dinge herstellt.
14 Von weit her schafft sie Nahrung herbei, wie ein Handelsschiff aus fernen Ländern. –> Sie geht Nahrungsmittel einkaufen und informiert sich vorher aus der Werbung wo es die benötigten Dinge am Billigsten gibt – oder fährt in den nächsten Bioladen um besonders Gesundes für die Familie einzukaufen, bzw. sitzt am Rechner und bestellt eine Biokiste. Eventuell geht sie auch mit den Kindern aufs Erdbeerfeld und pflückt die Erdbeeren selbst…
15 Noch vor Tagesanbruch steht sie auf und bereitet das Essen; den Mägden sagt sie, was zu tun ist. –> Ihr Wecker klingelt als erstes. Sie bereitet für die Kinder die Pausensnacks für Kindergarten und Schule. Eventuell bekommt auch ihr Mann eine lecker gefüllte Brotdose mit auf Arbeit. Keiner muss ohne ein gutes Frühstück aus dem Haus gehen. Auch hat sie einen Plan im Kopf, was heute alles zu tun ist. Sie erinnert auch die Kinder freundlich daran, ihre Pflichten zu erledigen – sie hat eben den Überblick über den Haushalt.
16 Sie hält Ausschau nach einem ertragreichen Feld und kauft es; von dem Geld, das ihre Arbeit einbringt, pflanzt sie einen Weinberg. –>sie schaut, ob sie auf irgendeine Weise zum Familieneinkommen mit beitragen kann – und sei es dadurch, dass sie die Klamotten die den Kindern zu klein geworden sind bei ebay verkauft. Von dem Erlös kann sie sich dann mal etwas „Besonderes“ leisten. (Wein zählte früher zu den Luxusgütern)
17 Unermüdlich und voller Tatkraft ist sie bei der Arbeit; was getan werden muss, das packt sie an! –>Sie vertut ihre Zeit nicht sinnlos vor dem Fernseher und guckt irgendwelche Talkshows. Sie sieht die Arbeit und teilt sie sich gut ein. Das bedeutet nicht, dass sie völlig überarbeitet ist, sondern, dass sie gelernt hat, Prioritäten zu setzen.
18 Sie merkt, dass ihr Fleiß Gewinn bringt; beim Licht der Lampe arbeitet sie bis spät in die Nacht. –> sie hat selber Freude daran, wenn ihr irgendeine Bastelarbeit gelingt. (und meistens können ja die Mütter erst abends wenn die Kinder schlafen ihrem Hobby nachgehen.)
19 Ihre Stoffe webt und spinnt sie selbst. –>In ihrer Wohnung sind überall die Werke ihrer Hände zu sehen. Sie gestaltet ihr Umfeld. Ob das mit Papier, mit Wolle oder mit Stoff ist – der Möglichkeiten sind da viele. Die Wohnung trägt ihre „Note“.
20 Sie erbarmt sich über die Armen und gibt den Bedürftigen, was sie brauchen. –> Sie packt mit ihren Kindern Päckchen für „Weihnachten im Schuhkarton“. Sie verschenkt zu klein gewordene Kleidung von sich und den Kindern an Freundinnen und deren Kinder. Sie bäckt einen Kuchen fürs Gemeindefest. Vielleicht lädt sie auch die einsame Nachbarin zu einem Kaffeestündchen ein oder steckt der Oma oder den Kindern von gegenüber eine kleine Überraschung in den Nikolausstiefel.
21 Den kalten Winter fürchtet sie nicht, denn ihre ganze Familie hat Kleider aus guter und warmer Wolle. –> Sie hat schon im Herbst die Schränke der Kinder sortiert und ausgeräumt was zu klein geworden ist. Jetzt schaut sie, wo sie im Sonderangebot gute Kleidung bekommt, die nicht überteuert ist und auch nicht „billig“. Wenn es dann kalt wird, haben alle genügend passende, warme Sachen.
22 Sie fertigt schöne Decken an, und ihre Kleider macht sie aus feinem Leinen und purpurroter Seide. –> Sie kann mit Nadel und Faden umgehen. Und sie muss kein Billigzeug anziehen. Sie kleidet sich in hochwertige Kleidung. Sie rechnet gut und kauft überlegt ein. So hat sie nicht zu viel, aber dafür gute, haltbare Kleidung im Schrank.
23 Ihr Mann ist überall bekannt, und was er sagt, hat großes Gewicht im Rat der Stadt. –>Die Stellung eines (Ehe)-Mannes hängt sehr viel davon ab, wie tüchtig seine Frau ist. Kriegt sie den Haushalt und die Kinder nicht auf die Reihe, dann kommt er nach Hause und muss nach der Arbeit noch eine zweite Schicht im Haushalt einlegen. (Das kann in Zeiten wo die Frau krank ist oder gerade ein Baby hat (oder viele kleine Kinder) durchaus nötig sein, aber es sollte nicht dauerhaft eine solche Überforderung der Frau geben. Wenn es auf längere Zeit zu solchen Stresssituationen in der Familie kommt, dann muss man sich Hilfe von außen holen und ggf. durch gute Planung etwas an der Situation ändern.)
Auch ist für den Erfolg des Mannes sehr wichtig, wie ihn seine Frau sieht. Macht sie ihn ständig klein und tritt sein Selbstbewusstsein mit Füßen, dann wird er klein bleiben und nix auf die Reihe bekommen. Wir Frauen sind seine wichtigsten und auch gefährlichsten Kritiker. Wenn wir unsere Männer groß machen und aufbauen, dann kriegen die auch was auf die Beine. Machen wir unsere Männer klein und dumm, dann werden sie genau das auch!!!
24 Sie näht Kleidung aus wertvollen Stoffen und verkauft sie, ihre selbst gemachten Gürtel bietet sie den Händlern an. –> In ihrem Haushalt gibt es keinen billigen Kram. Sie legt Wert auf Qualität. Damit verdient sie dann natürlich auch gutes Geld. Sie muss nicht für einen Mindestlohn (unterbezahlt) schuften. Sie liefert Qualität und wird auch entsprechend bezahlt.
25 Sie ist eine würdevolle und angesehene Frau, zuversichtlich blickt sie in die Zukunft. –> Sie ist selbstbewusst. Sie weiß, was sie kann und was sie wert ist. Sie ist sich „ihrer selbst bewusst“. Und sie ist Keine, die nur am Jammern ist – übers Wetter, über die Zustände, über die Armut … Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und muss keine Angst vor Morgen haben. Sie tut was in ihrer Macht liegt um genügend zu essen und anzuziehen zu haben und bei all den Dingen die nicht in ihrer Macht liegen, weiß sie sich geborgen in der guten Hand ihres Vaters im Himmel. Deswegen muss sie sich nicht sorgen.
26 Sie redet nicht gedankenlos, und ihre Anweisungen gibt sie freundlich. –> Ihre Grundeinstellung ist positiv. Sie sorgt gut für sich selbst und deswegen kann sie auch für andere sorgen – und empathisch sein. Sie lässt sich durch den Heiligen Geist leiten – jeden Tag und bei jeder Tätigkeit. Das spürt man ihr dann auch im Umgang mit ihren Mitmenschen ab.
27 Sie kennt und überwacht alles, was in ihrem Haus vor sich geht – nur Faulheit kennt sie nicht! Sie hat den Überblick über ihren Haushalt. (sie ist diejenige, die man fragen kann wenn man etwas sucht.) Aber sie ist eben nicht faul. (Sie ruht sich schon aus, wenn ihr Körper das fordert, sie kann durchaus gut für ihren Körper sorgen und ihm die nötigen Ruhezeiten geben.) Aber sie setzt gute Prioritäten in allem, beim Arbeiten und beim Ruhen. (Ein Körper, der die nötige Ruhe bekommt die er braucht, der ist auch in der Lage, gute Leistung zu erbringen. Ein Körper der immer wieder zu sehr ausgepowert wird, der versagt irgendwann ganz.
28 Ihre Söhne reden voller Stolz von ihr, und ihr Mann lobt sie mit überschwänglichen Worten:  Ihre Kinder mögen sie – auch noch wenn sie längst erwachsen sind. Sie „ehren“ ihre Mutter und das fällt denen nicht mal schwer. Sie haben bei ihr viel Gutes erlebt und gelernt. Das schätzen sie. Ihr Mann liebt sie und ist stolz auf sie, so sehr, dass er sogar ein bisschen überschwänglich ist.
29 „Es gibt wohl viele gute und tüchtige Frauen, aber du übertriffst sie alle!“ –> Sie ist für ihren Mann Die Einzige. Sie übertrifft in ihren Augen alle anderen. (Welche Frau möchte das nicht für ihren Mann sein?)
30 Anmut kann täuschen, und Schönheit vergeht wie der Wind – doch wenn eine Frau Gott gehorcht, verdient sie Lob! –> Es ist also relativ sinnlos, den ganzen Tag im Fitness- und Kosmetikstudio rumzuhängen. (wobei ich nicht sagen will, dass frau ihren Körper und ihre Schönheit außen vor lassen soll – Das ist auch wichtig, aber eben nicht das Wichtigste!) Das, was für immer bleibt, ist meine Beziehung zu Gott und damit auch meine Beziehung zu mir selbst. Das ist auch das, was mir hilft, meinen Alltag zu bewältigen.
31 Rühmt sie für ihre Arbeit und Mühe! In der ganzen Stadt soll sie für ihre Taten geehrt werden!  –> Jawohl! Wenn eine Frau ihren Job gut macht, dann hat sie es jedenfalls verdient, geehrt zu werden. Und dann darf sie dieses Lob auch dankend annehmen und sich drüber freuen!

2 thoughts on “Ein Loblied auf die tatkräftige Frau”

  1. Hier geht es um Frauen die zu Hause sind.
    Was ist mit den vielen Frauen die auf Arbeit gehen müssen oder sogar gern auf Arbeit gehen, weil der Beruf ihnen so gut gefällt und sie ihn trotz Familie nicht missen möchten?

    1. Ich finde nicht, dass es hier um Frauen geht, die zu Hause sind. Ich finde, es geht um Frauen, die mit sich und ihrem Leben im Reinen sind. Die nicht immer denken, sie haben den falschen Beruf oder sind an der falschen Stelle oder wären lieber jemand Anderes. In diesem Kapitel finden wir viele Hinweise, die wir auf berufstätige Frauen deuten können, also solche, die „für Geld“ arbeiten.
      Frauen, die auf Arbeit gehen müssen, sind gut beraten, die schönen Seiten dieser Arbeit für sich zu erkennen und sich damit zu arrangieren, dass es nun so ist wie es ist – oder/und zu ändern was zu ändern geht.
      Frauen die gerne auf Arbeit gehen, kann ich nur gratulieren. Die sind genau an dem Platz, an dem sie Erfüllung finden. Ich kenne auch viele Frauen, die Beruf und Familie recht gut zusammen auf die Reihe bekommen. Was soll daran falsch sein? Wichtig ist doch, dass ich das was ich tut gerne tue und dass darunter nicht die anderen Familienmitglieder oder ich selbst leiden müssen.

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